Fremdenfeindlichkeit

Mit Fremdenfeindlichkeit oder Xenophobie wird eine Haltung bezeichnet, die alles, was als fremd eingestuft wird, mit negativen Gefühlen verbindet. Sie kann sich gegen „sichtbare“ Merkmale wie Behinderung oder Drogen-, bzw. Alkohol-Sucht richten, aber auch gegen „unsichtbare“ wie eine andere Kultur, Sexualität oder Religion.

Fremdenfeindlichkeit oder Xenophobie ist oft mit Rassismus verbunden. Im Gegensatz zu Rassismus fehlt bei Fremdenfeindlichkeit allerdings der ideologische Charakter. Negative Zuschreibungen werden nicht a priori auf spezifische Gruppe übertragen. Die Ablehnung ist nicht gekoppelt an eine hierarchisierte Weltsicht.
So ist beispielsweise Fremdenfeindlichkeit gegen „Ausländer“ eine feindselige Einstellung gegenüber allen ausländischen Bürgerinnen und Bürgern - auch gegenüber Amerikanern, Italienerinnen oder Franzosen. Zunehmend ist jedoch zu beobachten, dass mit dem Begriff „Ausländer“ vor allem bestimmte Gruppen gemeint sind - und zwar vor allem sozial Schwächere und Menschen mit einer dunkleren Hautfarbe und/oder muslimischer Religionszugehörigkeit. Sobald aber Gruppenmerkmale wie nationale Herkunft, „Ethnie“, „Kultur“ oder „Mentalität“ als unveränderbar für das einzelne Individuum gelten und Reaktionen wie „die sind... kriminell, hinterhältig etc.“ hervorrufen, handelt es sich um ein rassistisches oder kulturalistisches Vorurteil.

 

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